Wenn Alfredo Orlando das erste Mal sein unnachahmliches Lachen ertönen lässt, kann man einfach nicht anders: Man stimmt unweigerlich mit ein. Dabei hat der fast Siebzigjährige, dessen Familie ursprünglich aus der nahen Barockstadt Lecce stammt und der in Ostuni so bekannt ist wie ein bunter Hund, schon so manchen Schicksalsschlag mitgenommen: Zweimal verlor Orlando auf tragische Weise alles, was er zuvor in mühevoller Arbeit aufgebaut hatte; Schuld waren korrupte Strukturen sowie ein krimineller Kompagnon (ein Ex-Fußballprofi). Ihm ist wichtig, dass wir ihn und seine persönliche Historie kennenlernen, als wir in Apulien zu Gast sind, und am Ende stehen nicht bloß dem alten Kaffee-Haudegen die Tränen in den Augen.
Eine rührende Geschichte …
Orlando ist ein Geheimtipp, wie man ihn heute nur noch ganz selten findet: Sämtliche Blends des kleinen Familienbetriebs aus dem Salento besitzen Punch und Finesse gleichermaßen, ohne je überröstet zu sein – eine sowohl handwerkliche wie zum Glück auch menschliche Punktlandung.
Der direkte Draht
„Süditalienisch, aber nie überröstet? Ja, das gibt es. Persönlicher kann ein Espresso nicht sein.“— Delia Großmann, Gründerin „die espressonisten“
Standort
Orlando
Direkt gehandelte Detailbesessenheit aus der „weißen Stadt“