Perfekter Milchschaum auf Knopfdruck: ein Versprechen, an dem sich schon so Mancher die Zähne ausgebissen hat. Entsprechend viel Skepsis gab es auch auf unserer Seite. Doch der Übermilk, ein faszinierendes Gerät aus dem Dunstkreis der RWTH Aachen, hat uns restlos überzeugt.
Was hat eine Edel-Bäckerei-Kette wie Zeit für Brot mit einem hippen Berliner Café à la Ben Rahim gemeinsam? Eben: einen Übermilk an der Bar. Im Vergleich zu herkömmlichen Auto-Steamern oder motorisch betriebenen Konkurrenten wie Perfect Moose arbeitet der Übermilk explizit nicht mit Heißdampf, sondern mithilfe eines speziellen Proportionalventils. Durch die hygienische, schonende Aufheizphase erreicht die Frischmilch immer ihren sogenannten „Sweet Spot“; jenen Punkt, an dem sie ihren herrlich süßen Geschmack und die feine, cremige Konsistenz entfaltet. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu flüssig, nicht zu grobporig.
Das kalte Ausgangsprodukt kommt dabei direkt aus der darunter liegenden Kühlung, passiert einen Edelstahl-Durchlauferhitzer und wird dann exakt einstellbar in genau der Konsistenz und Menge direkt in die Kanne abgegeben, die vom Barista benötigt wird. Nicht mehr, nicht weniger. Programmierbar oder manuell auf Knopfdruck bezogen. Verschwendete Restmengen und schwankende Schaumqualität gehören ebenso der Vergangenheit an wie lange Kundenschlangen an der Tür, die ja vornehmlich genau hier ihren Ursprung haben: am Nadelöhr der Dampflanze.